Wer kennt das nicht: Köpfchen und Chillum sind schon seit Wochen verstopft, der jahrelang treu seinen Dienst tuende Pfeifenreiniger ist total verbogen und verweigert weitere Zusammenarbeit, Mutti hat keinen Bock extra zum Bongputzen und Wasser wechseln eine längere Anreise vorzunehmen und die Katze faucht das stinkende Rauchgerät inbrünstig an. Dies ist der Zeitpunkt an dem sich selbst der hartnäckigste Schmutzfreak aus der Punker-WG entscheidet zu Testen obs noch fließend Wasser hat, die Bürste in die Hand nimmt und bei dieser Gelegenheit auch einmal das Fenster zum Lüften öffnet (die Glascheiben biegen sich durch den Unterruck schon so verräterisch nach Innen).
Geht schon noch …. aber nächstes Jahr muss ich wohl mal putzen.
Das Reinigen einer Glaswasserpfeife ist mit mehreren unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden. Zunächst muss man einmal seinen Hintern hochbekommen und diesen mit gebotener Vorsicht zu einer Heißwasserquelle bewegen. Achtung: am besten man die Bong und das Putzzeuchs gleich mit, ansonsten muss man nocheinmal zurück und vergißt bei dieser Gelegenheit schnell das eigentliche Vorhaben. Derart ausgerüstet steht man nun vor der Spüle, gibt Wasser in den Schnellkocher, etwas Bongreiniger in die Pfeife und gießt dann kochendes Wasser in die Glasbong für 15 Euro. Danach sammelt man die Scherben auf, übergibt diese unter wüsten Fluchen der Mülltonne, besorgt sich eine neue Pfeife, läßt diese wieder entsprechend versiffen und startet einen neuen Versuch.
Diesmal verzichtet man auf kochendes Wasser, sondern beschränkt sich auf einfach nur Heißes und siehe da: die Bong behält Form und inneren Zusammenhalt. Geschickt ist derjenige Bongfreund, der die Pfeifenöffnungen (Kickloch und Chillumansatz) mit passenden Korken oder Stopfen verschließt und so ein beständiges Auslaufen der Reinigungslösung verhindert. Derart präpariert wird die Pfeife zwecks Einweichung erst einmal in Ruhe gelassen. Man kann sich die Zeit mit dem gemütlichen Stopfen eines Kopfes …halt, nee, geht doch nicht.
Nach endloser 10-15 Minuten Warteplage kann man schon gut beobachten, wie die verkrusteten Schmutzpartikel sich langsam von den Glaswänden lossagen und eigene Wege gehen. Doch dem wahren Hygienefreak ist das bei Weitem noch nicht genug. Also wird eine passende Bürste zur Hilfe gerufen. Diese hat im Optimalfall in etwa die Länge der Bong (besser länger als kürzer) und weist für bauchige Glaspfeifen zudem extra Borsten auf. Da solche Borsten aber meist nicht alle Bereiche der Bong bedienen können, wären für optimale Ergebnisse ggfls. noch separate Bürsten für Chillum und Köpfchen nötig. Vorsicht sei stolzen Besitzern von Diffusoren empfohlen. Die unteren Enden sind meist nicht besonders starkwandig und brechen bei zu energischen Putzaktionen gerne einmal heraus.
Ist man schlußendlich bzgl. des Resultats (bitte ankreuzen)
- zufrieden( )
- begeistert ()
- gleichgültig ()
- entäuscht ()
- selbstmordgefährdet ()
sollte man bei vorheriger Verwendung chemischer Reiniger noch etwas Zeit investieren um die Pfeife sorgfältig mit klarem(!) Wasser auszuspülen. Hat Vorteile in Hinblick der weiteren Aromagestaltung beim Rauchen.
Weitere Infos zum Thema Bong putzen findet Ihr auf dem head-shop.de Blog